Medizinisches BehandlungsZentrum
für Erwachsene mit Behinderungen

MZEB Berlin-Nord der GIB-Stiftung

MZEB Berlin-Nord - erstes MZEB in Berlin

AKTUELLES

05.09.2021 – Berliner Ärzt:innen veröffentlicht Artikel zum MZEB

Mitgliederzeitschrift der Ärztekammer Berlin über den Beginn, die ambulante Versorgungslücke zu schließen

Anders krank
und dennoch gleich gut behandelt

Das Ärzteblatt BERLINER ÄRZT:INNEN berichtet in der Ausgabe 09/2021 über den Beginn, die ambulante Versorgungslücke für Erwachsene mit Intelligenzminderung und schwerer Mehrfachbehinderung in Berlin durch die Errichtung von MZEBs zu schließen.

Die Wissenschaftsjournalistin Dr. Adelheid Müller-Lissner beschreibt die Notwendigkeit, diese speziellen ambulanten Versorgungszentren aufzubauen. Diese Menschen sind „in der Regel nicht oder nur ungenügend in der Lage zur Kooperation. Sie zeigen oft schwerste Verhaltensauffälligkeiten, weil sie Stress kaum tolerieren und keine geeigneten Strategien erlernen können, um mit Widrigkeiten unterschiedlichster Art umzugehen. Viele Betroffene wehren sich gegen jede körperliche Untersuchung, weil sie die Erklärungen der Ärztin oder des Arztes nicht verstehen und trotz ausgefeilter Mittel zur Unterstützung selbst kaum verständlich kommunizieren können. [...]

In Berlin hat die im November 2015 gegründete GIB-Stiftung, deren Vorstand Boehlke gemeinsam mit der erfahrenen Psychiatrie-Pflegekraft Ernestine Brauns bildet, mit dem ersten MZEB Berlin-Nord in Pankow-Niederschönhausen die Versorgungslücke geschlossen. [...] Im Süden der Stadt, in Lichterfelde, wurde von der Cooperative Mensch eG ein zweites MZEB errichtet, dessen Ärztliche Leitung Boehlke im Oktober letzten Jahres übernommen hat.“

In beiden Berliner Zentren arbeiten Mediziner:innen aus mehreren Fachgebieten eng zusammen: Neben hausärztlicher und internistischer Versorgung ist stets neurologische und psychiatrische Expertise gefragt, aber z.B. auch die Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten.

Bei neuen Patient:innen sei die erste Aufgabe der multiprofessionellen Teams eine umfassende Diagnostik. „Wir müssen zunächst einmal alles zusammensetzen und vernetzen, was an Befunden vorhanden ist“, so Boehlke. Die Aufgabe der Kolleg:innen im MZEB bestehe darin, den erwachsenen Patient:innen weiterhin eine umfassende Behandlung zu ermöglichen, die sie als Jugendliche in den SPZs noch erhielten. Sie müssen Lots:innen sein, die den Patient:innen und deren Betreuer:innen die Wege für hoch spezialisierte Behandlungen ebnen. Wobei sie häufig in vielen Bereichen selbst eine dauerhafte adäquate Behandlung sicherstellen.

BERLINER ÄRZT:INNEN, Ausgabe 09/2021

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